Für realistische Zeichnung ist eine dreidimensionale
Form ein muss.
Um ein Gefühl für Plastizität und dreidimensionale Darstellung
zu bekommen, beginnt man am besten mit einfachen Formen.
Meistert man diese, kann man die Techniken später auch bei wesentlich
komplexeren Motiven anwenden.
Beispiel 1: Kugel in Frontalansicht:
Es handelt sich hierbei immer noch um eine künstlerische Freihandzeichnung
und keine mathematisch genau berechnete Zeichnung!
(1 ) Am Anfang habe ich hier nur die Linien - extra grob vorgezeichnet.
Es handelt sich hier um eine Kugel in Frontalansicht - die kleinen Striche
oben und unten sowie an den Seiten weisen darauf hin. Man kann
sich leicht ein Kreuz vorstellen das durch den Kreis verläuft. Die vertikal
verlaufenden Linien haben alle den selben Anfang und Ursprung, ebenso die
horizontal verlaufenden. Da das Objekt rund ist, müssen auch die Striche
dementsprechend angepasst werden und verlaufen bogenförmig. So erreicht man leicht eine plastische Form.
(2) Anschlißend habe ich diese groben Linien formgemäß
nachschraffiert.
(3) Beim letzten Beispiel sind die Linien kaum noch zu erkennen. Extrem
stark nachgezeichnet und leicht verwischt.

Sobald das obige gemeistert ist kann man mit unterschiedlichen Lichtquellen und Schatten arbeiten.
Hier diverse Varianten. Auch die Ausrichtung
der Schraffur ändert sich mit der Schattengebung.

Beispiel 2: Becher / Glasform
Bei diesem Objekt kann man sich anfangs ein Rechteck vorstellen.
Die Linien verlaufen immer parallel zueinander. Sowohl der obere wie auch
untere Kreis (nach Perspektive hier oval) haben die selbe Form. Beim zweiten
Bild ist der Becher nur grob ausschraffiert. Für ein realistischeres
Aussehen sind beim dritten Beispiel auch der Schatten und Lichteinfall miteinbezogen.

Beispiel für weitere Formen: Bleistifte
Hier ist auch zu sehen dass oberer und unterer Bleistift jeweils
von einem anderen Blickwinkel gezeichnet sind.
Während beim oberen noch der hinter Teil dreidimensional ist, ist diese beim
unteren nicht mehr zu sehen und somit auch die Linienrichtung der Schraffur
unterschiedlich.

Speziell wenn man Probleme mit dreidimensionalen Zeichnen hat
ist es gut das Auge zu trainieren indem man sich zuerst einfache Formen ansieht
und diese aus unterschiedlichen Perspektiven zeichnet. Anschlißenden
kann man zu komplexeren Motiven übergehen. |