Postcards

Eisige Luft, kürzer werdende Tage, die Aussicht auf Schnee, das Fehlen der warmen Sommersonne… das veranlasste mich, vor einigen Jahren meine ersten „Postkarten“ von Strandmotiven in Florida zu zeichnen.

Für die längste Zeit wusste ich nicht, was ich nun mit der Postkartenidee anfangen sollte. Sie stellte sich jedoch als perfektes Gegenstück zu meinem langfristigen Projekt heraus.

Bei „Postcards“ geht es um die kleinen Momente im Leben, Orte, die ich besucht habe, alltägliche Details und unterschiedliche Eindrücke. Kurzum, es geht um Alltagszauber, daher „Everyday Magic“.

Diese Serie kleiner Zeichnungen erlaubt es mir auch zu experimentieren (Farben, Papier etc.) und Techniken auszuprobieren, die für größere Kunstwerke nützlich sein könnten.

Praktisch ist auch die Reisegröße und verhältnismäßig kurze Zeichendauer von wenigen Tagen.

Meine letzte „Postkarte“ habe ich spontan in meiner Heimatstadt in Österreich gestartet und in Köln fertiggestellt. Es ist ein Spiegelung in einer Tür in dem kleinen Dorf Hermance in der Nähe von Genf und der französischen Grenze.

Es gibt dort ein schönes Wandergebiet durch Felder, Wald und Weinberge. Ausgangspunkt ist das idyllische Dorf mit seinen traditionellen Häusern.

Zum testen habe ich ein sehr raues Papier verwendet. Das Plus war, dass ich viele Ebenen hinzufügen konnte, das Minus – man muss viele Ebenen hinzufügen und präzise zeichnen ist wegen der unebenen Oberfläche sehr schwierig. Ich verwende dieses Papier definitiv nicht für größere Projekte.

Eine weiteres Extra: Ein kleines Detail lässt sich nur bei UV-Schwarzlicht zu sehen.

Außerdem habe ich noch eine kleine Wasserzeichnung in Farbstift gemacht. Ein Motiv dem ich im Wald meiner Heimatstadt oft begegne. Das Rinnsal kann leicht übersehen werden, aber wenn man darauf achtet, kann man Schönheit in den kleinen Dingen sehen.

Die große Serie (Space In Between) ist natürlich auch in Planung. Einige dieser Zeichnungen werden Glas, Reflexionen und Wasser enthalten. Somit dienen die Postcards auch als gute Übung und hilft mir zu wissen, was ich für meine nächsten großen Zeichnungen machen und was ich definitiv nicht machen soll.

In diesem Sinne, á bientôt.

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